Natitingou und der Norden
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Natitingou, die Hauptstadt der Atakora Region, liegt rd. 500 Km entfernt von Cotonou im gebirgigen Norden des Landes auf 500 Meter Höhe. Entwickelt hat sich Natitingou, das seinen Namen angeblich einem Jäger namens Nanto verdankt (in der Lokalsprache Waama heißt Natitingou „Stadt des Nanto), entlang der Hauptverkehrsstraße von Cotonou nach Norden in Richtung Pendjari Park und Burkina Faso. Klima, Bevölkerung und Geographie lassen die Nähe des Sahel ahnen. Es ist sehr viel weniger feucht als im Süden und in der Zentralregion, die trockene Hitze ist größer, die Zeit der Staubstürme dauert länger und die Vegetation mit den typischen Baobabs oder den Karité-Bäumen ist eher karg und nicht tropisch-grün wie in den anderen Landesteilen. Bevölkert wird die Region von einer Vielzahl verschiedener Ethnien, von denen die wichtigsten die Bariba (mit verschiedenen Untergruppen), die Dendi, die Youruba, die Nagot und die - meist nomadischen - Peulh oder Fulbe sind. Während die Gemeinde Natitingou rd. 76.000 Einwohner zählt, sind es in der Stadt selbst etwa 25.000. Die Region Atakora-Donga gilt als die ärmste und rückständigste des Landes, hat aber sowohl wegen mineralischer Ressourcen (etwa Gold) als auch wegen des Tourismuspotentials (der größte Wildpark des Landes, der Pendjari-Park, befindet sich dort) und ihrer geografischen Lage als Transitregion für die Sahelstaaten Niger und Burkina Faso gute Entwicklungsmöglichkeiten. Die deutsche Entwicklungshilfe ist seit den 80er Jahren in der Region aktiv. Zur Zeit bilden die Nachbarregionen Atakora und Donga regional einen Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Benin.
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