Rahmenbedingungen für Investitionen in Benin
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Stadtbild Cotonou
Benin, das frühere Dahomey, gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Der
sieht das Land auf 161 auf dem insgesamt 182 Staaten. Benin hat sich aber in den Jahren seit dem Wechsel von der sozialistischen Diktatur zur liberalen Demokratie 1990 den Ruf eines politisch stabilen und wirtschaftlich aufstrebenden Landes erworben.
Seit 2002 verfolgt die Regierung auf Grundlage eines Strategiepapiers ein Armutsbekämpfungsprogramm. 2007 hat sie auf dem Strategiepapier aufbauend, die Wachstumsstrategie zur Armutsreduzierung für die Jhare 2007 - 2009 (Stratégie de Croissance pour la Réduction de la Pauvreté) vorgelegt. Diese unterscheidet 5 Entwicklungsbereiche (Achsen):
- Förderung des Wachstums
- Entwicklung der Infrastrukturen
- Stärkung des Humankapitals
- Förderung guter Regierungsführung
- Ausgewogene und nachhaltige Landesentwicklung
Diese 5 Achsen werden in insgesamt 15 vorrangige Bereiche aufgeteilt. Ende Mai 2010 wurde der erste Entwurf des Nachfolgeprogramms für den Zeitraum von 2011-2015 vorgestellt. Es soll noch im Sommer vom Ministerrat verabschiedet werden.
2009 hat das Wirtschaftswachstum trotz der Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise nach letzen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds rund 2,7% (2008: 5%) erreicht. Trotz massiven Engagements der Geber ist es allerdings auch in den letzten Jahren nicht gelungen, die Armut deutlich zu verringern. Angesichts der hohen Bevölkerungszunahme wäre dazu ein Wirtschaftswachstum von mindestens 7% erforderlich.
Eines der Hauptziele ist die Verbesserung der Investitionsbedingungen, hierzu wurden in den vergangenen zwei Jahren erste Schritte unternommen. So wurden - unter Berückichtigung entsprechender Vorschläge der Privatwirtschaft - das Steuersystem übersichtlicher gefaßt, Steuersätze ermäßigt und gleichzeitig die Besteuerungsgrundlagen verbreitert. Diese Änderungen wirken sich naturgemäß zunächst auf die bereits in Benin tätigen Unternehmen aus.
Trotz dieser Bemühungen bleibt Benin im jährlich erscheinen Report Doing Business auf einem der letzten Plätze (2010: 172 von 183 der untersuchten Volkswirtschaften). Hauptgründe hierfür sind die fortbestehende endemische Korruption, unklare und teilweise widersprüchliche Regelungen, Probleme mit dem Zoll, dem Hafen sowie eine schlecht funktionierende und korrupte Justiz und Verwaltung. Hinzu kommen Defizite beim Grundstücks-und Katasterwesen.
Es wird empfohlen, daß sich Interessenten für Investitionen vorab mit der Botschaft in Cotonou in Verbindung setzen, um Chancen und Risiken im Einzelnen zu erörtern.
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