Deutschland gewinnt die Frauenfußball WM 2011 – in Benin
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Botschafter Ludwig Linden bei der Übergabe der Sportmaterialien in Natitingou
(© Horst Oebel)
Fußballbegeisterte beninische Mädchen spielen ihre eigene WM und geben damit eine Prognose für die WM in Deutschland ab
Im Mai fand im Norden Benins ein Mädchenfußballturnier in Anlehnung an die Frauenfußball-WM statt, wobei jede Mannschaft ein teilnehmendes Land vertrat und ausgerechnet Deutschland den Pokal mit nach Hause nehmen konnte.
Entstanden war die Idee über das weltwärts- Projekt zur Förderung von Mädchenfußball. Seit 2 Jahren kommt eine Freiwillige für jeweils ein Jahr nach Natitingou und organisiert mit Unterstützung der NROs OSAP, OeBenin und dem Schalke 04 Fanclub Wasangari Benin Training, Freundschaftsspiele, Fußballcamps und Turniere.
Dieses Jahr fand ein WM-Turnier statt, leider mit nur 12 Mannschaften, sodass nicht alle WM-Teams vertreten wurden. An zwei Wochenenden wurden in Djougou, Natitingou und Tanguiéta die Platzierungen der Gruppen ausgespielt, die Finalphase fand am 28. und 29. Mai in Djougou statt.
Aus Gruppe A erreichten Deutschland und Nigeria sicher die Finalphase, in Gruppe B kamen England und Mexiko weiter, wobei Mexiko dann nicht antreten konnte und von Neuseeland vertreten wurde, und in Gruppe C schafften Nordkorea und Schweden den Einzug in die Qualifikationsphase mit 2 Gruppen. Deutschland gab sich hierbei keine Blöße, gewann jedes Spiel und kassierte nur ein Gegentor. Im Finale stand dann der Klassiker Deutschland – Schweden an, der mit 6:0 einen eindeutigen und verdienten Sieger hatte. Platz 3 ging an England, das Frankreich mit 1:0 schlagen konnte.
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Eindücke vom Spiel
(© Horst Oebel)
Die Mädchen in einem Alter von 12 bis 20 Jahren waren mit viel Einsatz und Herz dabei, bei Niederlagen flossen die Tränen, bei Siegen war alle Müdigkeit vergessen und es wurde getanzt und gejubelt. Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad zeigten die Mädchen viel Durchhaltevermögen und es waren bei allen Vertreterinnen schöne Spielzüge zu beobachten.
Materielle und finanzielle Unterstützung kam von der deutschen Botschaft, jede Mannschaft wurde mit einem Trikotsatz und Ball ausgestattet. Der deutsche Botschafter in Benin, Ludwig Linden, kam persönlich in den Norden Benins um die Aktivitäten rund um den Mädchenfußball zu unterstützen. Die Organisation wurde von Miriam Alpheus, der weltwärts Trainerin in Natitingou durchgeführt, mit Unterstützung der in Natitingou ansässigen GIZ-Mitarbeiter und den Trainern der teilnehmenden Mannschaften. Die Transportkosten zu den Spielorten wurden von den Mannschaften selber übernommen.
Gewidmet wurde das Turnier dem deutschen Arzt Dr. Ralf Kosberg, dem 2009 in Togo während eines Hilfseinsatzes verstorbenen Unterstützer des Schalke 04 Fanclubs Wasangari Benin.
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Weltmeisterinnen: Deutschland, vertreten durch die Löwinnen aus Natitingou, wird Fußballweltmeister 2011
(© Horst Oebel)